Kykladen – 4x Griechenland

Kykladen – 4x Griechenland

Santorini, Imerovigli
Santorini, Imerovigli

Eine Reise durch die Kykladen: Santorini – Amorgos – Paros – Mykonos 

Wieder einmal Griechenland, haben wir uns gedacht. Ja, warum denn nicht. Da war ich vor ein paar Jahren das letzte Mal. Griechenland hat ja so viele Inseln, den Peloponnes, Chalkidiki, das Festland und und und.

Was soll’s denn diesmal sein? Wir haben uns für die Kykladen entschieden. Mittendrin und für mich auch ‚was ganz neues. Vorsichtshalber (der „Grexit“ geht um!) und auch aus Bequemlichkeit habe ich so ziemlich alles schon im Voraus gebucht: Flug, die meisten Transfers, Hotels, Fähren. Und es hat alles wunderbar geklappt.

Und so wurden unsere Ferien zu einem wunderschönen, zweiwöchigen Erlebnis mit viel Sonne (ok, auch Hitze) und Wasser (Meer oder Pool. Beides toll.)

 

Santorini, Firostefani
Santorini, Firostefani

Santorini – Die Romantische (oder: Die Kitschige?)

Mit dem Direktflug geht es bequem und einfach auf die erste Insel. Die Insel, von welcher eigentlich nur noch die Hälfte da ist. Weil es die andere vor 4000 Jahren in die Luft gesprengt hat (Vulkanausbruch!). Resultat: In den ersten Jahren – also vor 4000 Jahren – eine Klimakatastrophe im ganzen Mittelmeerraum wegen dem ganzen Staub und Dreck in der Luft.

Und heute? Eine Insel mit einem Kraterrand, von welchem Sie tolle Aussichten geniessen können. Wunderbar.

Wir haben uns ein Hotel in Imerovigli ausgesucht. Der Ort klebt am Hang direkt auf dem Kraterrand, einige Häuser und auch viele Hotelzimmer sind direkt in den Felsen gehauen. Imerovigli ist so verwinkelt und mit zig Treppen verbunden, dass die Fitness nicht zu kurz kommt. Aber idyllischer geht’s kaum noch. Kein Wunder, dass man immer wieder Hochzeitspaare antrifft, die zwischen den weissen Häusern mit den blauen Kuppeln ihre Fotosessions durchführen (Eben: Santorini, die Kitschige?).

Santorini, Oia
Santorini, Oia

Wir wollen natürlich auch sehen, wo man auf Santorini am Strand baden kann, haben aber keine Lust,

ein Auto zu mieten. Also machen wir uns schlau über ÖV und Busverbindungen. Und wir sind echt erstaunt. Die Busverbindungen sind einfach super. Sie gelangen den ganzen Tag bis spät in die Nacht im Halbstundentakt praktisch an jede wichtige Ecke der Insel. Und das zu einem sensationell günstigem Preis.

Was man auf Santorini auf jeden Fall nicht verpassen darf: Santorinische Cherry-Tomätli. Megafein. Aber überhaupt; Man isst ja sooo gut in all den landestypischen Tavernen. Ein Hoch auf „Mac“-, „Big“- und „Star-„freie Ferieninseln!

Restaurant-Tipp: Taverne Dyonisos in Fira/Thira. Liegt etwas zurückversetzt, ist dafür windstill.

 

Amorgos; Hauptstadt Chora im Morgengrauen
Amorgos; Hauptstadt Chora im Morgengrauen

Amorgos – Die Ruhige und Ursprüngliche

Mit der ersten Fähre geht’s nach Amorgos, einer der nächstliegenden Insel von Santorini aus. Fahrzeit haben wir erst bei Anreise auf Santorini erfahren. Fährpläne in Griechenland können immer und auch sehr kurzfristig ändern, weil dies jeweils dem Wetter, bzw. dem griechischen Wind Meltemi, angepasst werden muss. Wir haben „etwas“ Pech. Die Fähre fährt am heutigen Tag in entgegengesetzter Wunsch-Richtung. Wir fahren erst nach Naxos, von da nach Mykonos, dann wieder zurück nach Naxos, und bevor’s nach Amorgos geht, gibt’s noch einen Stopp auf Donoussa. Nach diesem Abenteuer sind bei mir Ausflüge mit Schiff gestrichen.

Amorgos; frisch gefangene Tintenfische
Amorgos; frisch gefangene Tintenfische

Amorgos ist eine ruhige Insel, die wenig Tourismus hat und auch nur spärlich bevölkert ist. Auf dem Weg zum Hotel fahren wir auch durch die Hauptstadt der Insel: ein hübscher, kleiner Ort mit gerade mal 400 Einwohnern. Ansonsten sichten wir auf der Fahrt Hunderte von Thymiansträuchern und dazwischen wilde Ziegen. Raten Sie ‚mal, was in den Tavernen unter anderem als einheimische Spezialität geboten wird.

Unser Hotel in Egiali ist ein reiner Familienbetrieb. Sehr sympathisch. Die Hotelanlage liegt wie ein kleines Dörfchen direkt am Strand und verbreitet entspannte Ferienatmosphäre. Gerade für Familien mit Kindern ein wahrer Traum. Im Hotel selbst essen Sie wunderbar, alles wird selbst gemacht.

Amorgos; Seitengässchen in Aegiali
Amorgos; Seitengässchen in Aegiali

Wenn Sie ein paar Schritte gehen wollen, so können Sie einige Minuten dem Strand entlang gehen und schon sind sie im Städtchen mit Dutzenden von Tavernen und der Qual der Wahl. Denn gekocht wird überall sehr gut. Am besten bestellen Sie kreuz und quer durch die Karte verschiedene Vor- und Hauptspeisen  – egal, ob bekannt oder unbekannt – und veranstalten ein kleines Buffet. Lassen Sie sich überraschen von neuen Gerichten, die Sie noch nicht kennen.
Paros – Die Traditionelle mit tollen Badestränden

Paros, Naoussa
Paros, Naoussa

Die Fährüberfahrt ist diesmal schneller, da direkter (yeah!). Und etwas grösser ist die Fähre auch. So gelangen wir auch zügig in unser Hotel. Ein Bijou! Und das Zimmer erst. Gross, modern, kühl. Mit Terrasse und Garten. Was will man mehr?

Bevor wir erste Erkundungen tätigen, lassen wir uns am Pool mit einem leckeren Lunch verwöhnen. So richtig Ferien!

Danach ab zum Strand. Eine hübsche Badebucht mit ein, zwei Tavernen. Mehr braucht’s nicht.  Frisch gefangenen Fisch beim schönsten Sonnenuntergang geniessen, ein Gläschen Wein dazu und immer wieder nette Leute.

Paros; on the top
Paros; on the top

Auf Paros stellen wir fest, dass die Busverbindungen hier nicht so zahlreich sind wie auf Santorini. Also wird kurzerhand ein Wagen gemietet, um das Schmetterlingstal (eigentlich müsste das Faltertal heissen. Aber Schmetterling tönt halt schon schöner), Badestrände, Bergdörfchen und den höchsten Punkt der Insel zu besuchen. Lohnenswert. Und eindrücklich. (Und die Fahrt auf die Bergspitze wohl lange unvergesslich.)

 

 

Mykonos; Fähre im Hafen.
Mykonos; Fähre im Hafen.

Mykonos – Die Hippe (für Schickimicki)

Ein Highlight am Tag der Anreise ist die Überfahrt. Die Megafähre flitzt übers Wasser und das so still, dass wir nicht mal merken, ob wir „fürschi“ oder „hinderschi“ fahren.

Selbstverständlich wär da noch Mykonos-Stadt. Aber einerseits haben wir in unseren zwei Wochen bereits sehr viele hübsche Städtli und Dörfli gesehen, andererseits ist unser Strand einfach superschön.

Mykonos, Strand von Kalo Livadi
Mykonos, Strand von Kalo Livadi

Und auf das ganze Schickimicki kann ich gerne verzichten. Ich überlass Mykonos-Stadt und die vielen Partystrände den anderen und geniesse meinen Sandstrand mit einem guten Buch.

 

Brigitte Klose, August 2015